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KURZINFO KIRCHBERG
 

Kirchengemeinde Kirchberg 1




 
 

Dazu gehört die Stadt Staufenberg mit ihrer Burg, die hoch und von weitem sichtbar über der Landschaft thront, und der Ortsteil Mainzlar, der sich ins beschauliche Lumdatal schmiegt.

Obwohl beide Ortsteile nahtlos ineinander übergehen, haben sie ihren je eigenen Charakter und auch eigene Kirchengemeindestrukturen weitgehend erhalten.

In Mainzlar feiern wir Gottesdienst in einem kleinen Schmuckstück. Unser altes Kirchlein steht versteckt, aber malerisch mitten im Dorf. Der Kirchenvorstand konnte die angrenzende Wiese durch Spenden von Vereinen und Privatleuten mit Obstbäumen bepflanzen und neu gestalten. So versuchen wir dem ursprünglichen Bild des "Klostergartens an der Lumda" (laut Archiv Kloster Fulda) wieder möglichst nahezukommen. Die Dorfkirche selbst wurde vor kurzem restauriert, erhielt einen Choranbau und ein farbenprächtiges neues Fenster, durch das die Sonne herrliche Lichtspiele in den Altarraum wirft.

Unsere Abendgottesdienste, die wir einmal monatlich begehen, finden in einer ganz eigenen, besonderen Atmosphäre statt. Wenn es draußen langsam dunkel wird, der Sonntag zu Ende geht und eine neue Woche beginnt, kommen die Menschen gerne, um Einkehr zu halten. Gerade in den Wintermonaten und im Advent sind diese Gottesdienste sehr besinnlich und feierlich.

Eine Krönung des Mainzlarer Kirchenjahres ist das Erntedankfest, zu dem die Frauenhilfe das Kirchlein bäuerlich schmückt. Im April / Mai findet ein Frühlingsfest statt, das wir auf dem Kirchhof und rund um die Kirche feiern.

In Staufenberg konzentriert sich das Gemeindeleben im ev. Gemeindezentrum. Hier liegt das Pfarramt, hier wird ebenfalls Gottesdienst gefeiert. Viele ganz verschiedene Gruppen nutzen unsere Räumlichkeiten voll aus - vor allem (Krabbel-)Kinder, Jugendliche und PfadfinderInnen erfüllen das Haus mit Lachen und Leben. Einer unserer Schwerpunkte besteht in der kirchenmusikalischen Arbeit. Von der Früherziehung über Jugend- bis zum Gospelchor wird musiziert.

Die Kinder und Jugendlichen sowie unser Singkreis gestalten natürlich auch regelmäßig Gottesdienste mit. Überhaupt geben wir uns Mühe, die einzelnen Gruppen miteinander zu verbinden, um das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identifikation mit der Kirchengemeinde zu stärken. Dazu gehört nicht nur, dass etwa beim traditionellen Weihnachtsbasar der Frauenhilfe am 1. Advent der Posaunenchor spielt oder beim bunten Fest um das Gemeindezentrum im September Kindergruppen mitwirken. Auch die Anwesenheit der Kirchengemeinde bei kommunalen Veranstaltungen und der Kontakt zu den Ortsvereinen wird - in beiden Ortsteilen und von beiden Seiten - gepflegt.

Höhepunkte sind außerdem die Gottesdienste, die wir zu Himmelfahrt und im September auf der Burg Staufenberg feiern. Bei schönem Wetter stellen wir Bänke in die Ruine der St.-Georgs-Kapelle, die wenig unterhalb der Burg liegt, und genießen den weiten, offenen Himmel. Von dort hat man auch einen herrlichen Ausblick auf das Lumda- und Lahntal aufwärts bis nach Marburg, abwärts bis in den Raum Gießen und auf umliegende Burgen.

Gerne und lachend erzählen die StaufenbergerInnen die Saga von ihrer "versoffenen" Kirche, die an der Burg stand und im Jahre 1838 wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Ihre Steine - so heißt es - hätten die Leute in Geld umgesetzt und dieses in Flüssigkeit...

Sicher konnte sich das hübsche kleine Kirchlein, das man noch auf alten Bildern sehen kann, auch nur schwer gegen den mächtigen Kirchberg behaupten, zu dem Staufenberg kirchlich seit mind. 1577 gehört. Hier liegt unsere dritte Predigtstelle. Einst war Kirchberg Mittelpunkt eines Kirchspiels, zu dem die Gemeinden Lollar, Daubringen und Heibertshausen sowie Mainzlar, Staufenberg, Friedelhausen und Ruttershausen gehörten. Heute trägt das Dekanat seinen Namen nach unserer Kirche, und wir nutzen sie gemeinsam mit der Ruttershäuser Kirchengemeinde. Dass sie für die Menschen in allen umliegenden Ortschaften im Lumdatal ihre Bedeutung und ihre Anziehungskraft noch immer nicht verloren hat, zeigt die Beliebtheit der "Kirchspielgottesdienste", die wir mit den Gemeinden Lollar und Daubringen zusammen einige Male im Jahr feiern.

Zu Kirchberg I gehört schließlich noch das Hofgut sowie das Schloss Friedelhausen. Das Schloss selbst wird noch gräflich geleitet, der Hof biologisch-dynamisch in "heilender Arbeit" von Menschen mit und ohne Behinderung betrieben.

Die Kirchengemeinde bietet ein kleines Büchlein aus dem Jahre 1615 an, das amüsant und anschaulich über das damalige Leben in Schloss und Hof erzählt.