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REFORMATIONSFEST
 



 



 

Heimspiel für Luther
Reformationsfest in der Kirchberger Kirche


Eigentlich sollte das Reformationsfest der Kirchengemeinde Kirchberg auf der Staufenberger Oberburg stattfinden. Das Wetter machte diesem guten Willen, in dem Flair einer mittelalterlichen Burg dem Geschehen am Ende des Mittelalters zu gedenken, einen Strich durch die Rechnung: "Wegen Regens findet das Fest in der Kirchberger Kirche statt", so lautete der Beschluss des Kirchenvorstandes am Samstag Vormittag und so stand es am Sonntag Morgen auf dem Hinweisschild zum Aufgang zur Burg. Aus dieser Notlage wurde ein "Heimspiel für Luther". Die Kirche war voll. Und dort, wo im Jahre 1536 die Reformation in Staufenberg eingeführt wurde, feierte die Gemeinde die Wurzeln ihres reformatorischen Geistes. Und wie.

Die Eingangsliturgie wurde gestaltet von den neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden, eine Errungenschaft der Reformation, dass auch "normale" Gemeindeglieder den Gottesdienst mitgestalten können, so Propst i.R: Klaus Eibach dann in seiner Predigt. Luther nannte dies "Priestertum der Gläubigen". Die Jugendlichen meisterten diese Aufgabe in hervorragender und souveräner Art und Weise. Und auch wenn die Gemeinde zunächst wohl etwas erstaunt war, als einer der Jugendlichen sie aufforderte: "Zum Glaubensbekenntnis stehen wir alle auf", so taten sie es dann doch überrascht und vergnügt.

Ein Projektchor gestaltete erstmals den Gottesdienst mit unter Leitung von Dinah Zavodoska, die Gemeinde sang das bekannte Lutherlied "Ein feste Burg ist unser Gott" und manch neues Liedgut. Auch das eine Errungenschaft der Reformation, so weiter kommentierend Klaus Eibach: "Luther führte den Gemeindegesang in den Gottesdienst ein!". Der Posaunenchor, dieses Mal unter Leitung von Friedhelm Schäfer und verstärkt durch Bläser aus Daubringen gab dazu kräftige Unterstützung.

Dass Konfirmandinnen und Konfirmanden keine Gemeindeglieder zweiter Klasse sind, das machten sie selbst bereits deutlich, das zeigte sich aber auch in der Begrüßung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden durch den Kirchenvorstand. Alle wurden sie namentlich genannt und "angesehen". Auch dazu später Klaus Eibach: "Als Christ bin ich ein angesehener Mensch, weil Gott mich an sieht". Auch die Eltern sind von der Konfizeit ihrer Kinder betroffen und so beteiligten sich die Eltern auch am Gottesdienst, in dem sie ihre Hoffnungen und Wünsche für ihre Kinder in diese Zeit benannten und zu Gott brachten.

"Glauben Sie bloß nicht, dass die Jugendlichen nur des Geldes wegen zur Konfirmation gehen", so die Gemeindepädagogin Antje Koob. Die unglaubliche Zahl von 13 Jugendlcihen des letzten Konfi-Jahrganges sind bereit und willens als Teamer den neuen Konfijahrgang zu begleiten. Auf der ersten Rüstzeit in Herbstein waren sie bereits dabei und haben gezeigt, dass sie es auch ernst meinen. "Irgendetwas scheinen diese Jugendlichen in ihrer Konfizeit für sich gefunden zu haben sonst wäre es ihnen nicht so wichtig, " sagte Pfarreien Martini. Am diesem Sonntag im Gottesdienst wurden die Jugendlichen zu ihrem Ehrenamt in der Kirche offiziell beauftragt.

Beeindruckend die Predigt von Klaus Eibach, der die Bedeutung des reformatorischen Gedankens in die aktuellen persönlichen und gesellschaftlichen Lebensbezüge der Menschen hinein zog. Nach dem Schlußsegen sprach Bürgermeister Gefeller ein Grußwort - auch er beeindruckt von den Worte der Predigt und dem Geschehen des Gottesdienstes. Und auch das war an diesem Tag stimmig. Denn die reformatorische Bewegung hat nicht nur die Kirche verändert, sondern auch die Gesellschaft, und auch heute bspw. hat die Konfizeit für Jugendliche nicht nur Bildungscharakter für die Kirche, die Jugendlichen lernen nicht nur etwas über den Glauben, sie üben auch ehrenamtliche Tätigkeiten ein und lernen das Gemeinwohl im Ort mitzugestalten. Konfizeit heute hat auch eine Wirkung in die Zivilgesellschaft hinein.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle geladen zu gemeinsamen Essen und Trinken. Der Frauenkreis hatte - dem Anlass angemessen - einen mittelalterlichen Schmortopf vorbereitet. Dem Wetter angemessen stand dafür ein Zelt vor der Kirche und viele, viele blieben. Und alle gingen beeindruckt aus diesem Reformationsfest nach Hause. Es war etwas von der Aktualität und der Bedeutung der reformatorischen Bewegung heute spürbar geworden.

Den Schlusspunkt setzte die Gruppe "Shamrock" mit Tierfabeln und Lieder von Martin Luther.

Dieses Reformationsfest war der Auftakt der diesjährigen "Sommerkirche im Lumdatal". In den Ferien lädt jeweils eine Gemeinde des Lumdatales die anderen Gemeinden zu einem besonderen Gottesdienst ein. Der Auftakt ist gelungen. So kann es weitergehen.




 



Der Gottesdienst

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Konfis und Teamer

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Das Fest

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