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KRÄMERMARKLT
 



 

Ein Selfie von Gott - 28 Konfirmanden und 25 Teamer eingeführt
Krämermarktgottesdienst in Staufenberg


Na, da predigte die Pfarrerin tatsächlich über Selfies? Was ist das denn für ein Gottesdienst? Pfarrerin Martini erzählte von den Selfies, die von jedem und jeder überall mit dem allgegenwärtigen Smartphone schnell aufgenommen werden, beim Shoppen, im Urlaub, mit Freunden, gerne auch vor dem Spiegel, etc und dann ebenso schnell im Web gepostet, sei es auf Facebook, sei es auf What’s App. Was steckt hinter diesem Trend? „Selfies sind eine konsequente Weiterentwicklung des Bedürfnisses, sich selbst zu erkennen, und dieses Bedürfnis ist sehr alt. Dazu kommt das Bedürfnis sich mitzuteilen. Denn die Botschaft eines Selfies bin ich selbst.“ Sprach‘s, zückte ihr Smartphone und machte zur Demonstration erstmal ein Selfie von sich vor versammelter Gemeinde. „Offenbar haben wir den Wunsch, im Wirrwarr unserer Zeit nicht bedeutungslos unterzugehen, sondern bemerkt zu werden als etwas besonders und an hofft auf viele ‚Likes.‘“ Aufmerksamkeit, Anerkennung und Liebe sind Grundbedürfnisse, auch von den jungen Konfis. Die wollen jetzt wissen, was der christliche Glaube ihnen in dieser Hinsicht bringt. Von Gott gibt es keine Bilder. Du sollst dir kein Bildnis machen, heißt es sogar in einem Gebot. Das ist auch gar nicht nötig, weil es in dieser Welt viele Selfies von Gott gibt. Gott schuf den Menschen zu seinem Ebenbilde, heißt es in der Bibel und so ist jeder Mensch ein Selfie Gottes. Und nicht nur das, Gott hat auch sein „Like“ darunter gesetzt. Das ist sein Segen. Und siehe es war gut.

Der Gottesdienst war so außergewöhnlich wie die Predigt. Zum einen ist dieser Krämermarktgottesdienst der Auftakt der Krämermarktwoche in Staufenberg. Hier versammeln sich die Bürger als Christen und bitten darum, dass ihr Fest gelinge und keiner zu schaden komme. Aber nebenbei hat sich noch eine kleine weitere Tradition entwickelt. Daubringen, Mainzlar und Staufenberg präsentieren in diesem Gottesdienst, der symbolisch in der Stadthalle und nicht in der Kirche stattfindet, ihre neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sechs an der Zahl aus Daubringen: Samuel de Sousa (dessen 4 Tage altes Schwesterchen die jüngste Gottesdienstbesucherin war), Saskia Grölz, Chiara Krüger, Tom Nickel, Hannah Rudolph und Amelie Töllich. Zweiundzwanzig an der Zahl aus Mainzlar und Staufenberg: Pia Abel, Paul Benz, Lena Böcher, Lukas Braun, Katharina Eimer, Vanessa Hayn, Christoph Herzberger, Lea-Alexandra Klamm, Selina Lau, Elisa Mathes, Lea Müller, Lars Nadolny, Raphael Neb, Paul Reinhardt, Lilli Riehm, Leonard Rohkämper, Marie Rühl, Jasmin Schemann, Johanna Schindler, Tom Schütz, Maximilian Siebel und Fabio Tröller. Die Kirchenvorstände begrüßten die Jugendlichen, die Konfis aus Mainzlar / Staufenberg präsentierten erste Arbeitsergebnisse aus den Konfistunden zum Thema „christliche Symbole“. Das eigentlich Überraschende ist eine andere Zahl: Insgesamt fünfundzwanzig Jugendliche des vergangenen Konfi-Jahrgangs möchten freiwillig unbedingt als Teamer mitwirken und den neuen Konfis als Begleiter zur Seite stehen und dazu beitragen, dass es eine gute, fröhliche und ertragreiche Zeit wird. Wie war das? Jugendliche lassen sich nur konfirmieren wegen des Geldes? Nach der Konfirmation wird keiner mehr in der Kirche gesehen? Kann ja wohl nicht sein! Es ist hocherfreulich, dass die Konfi Zeit der evangelischen Kirche so viele junge Menschen ermutigt, sich ehrenamtlich in unserer Gesellschaft zu engagieren. Wer das einmal gemacht hat und fand es gut, der macht es wieder. Und was wäre unsere Gesellschaft ohne das ehrenamtliche Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Die Teamerinnen und Teamer wurde offiziell in ihren Dienst gesendet und beauftragt. Jana Werner, eine Teamerin des letzten Jahres, die am Tage der Verabschiedung verhindert war, erhielt ihre Urkunde und den Dank des Kirchenvorstandes. Die Teamerinnen und Teamer des neuen Jahrgangs sind: Daniela Rylant, Larissa Fröder, Phil Berger, Nina Lückemann, Maxi Lechner, Lukas Kreiling, Alina Töllich, Jana Opper, Finn Leonard, Nico Schulze, Tom Volpert (Daubringen) und Michelle Fox, Germann Grünwald, Carina Keil, Luca Knüppel, Jennifer Koop, Sebastian Lauz, Vivian Lutz, Nils Lux, Sven Müller, Fabio Pastore, Lisa Schellhase, Stella Strauch, Johanna Werner und Max Winterhoff.
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem Posaunenchor aus Staufenberg, Daubringen und Allendorf /Ld. unter Leitung von Pfarrer i.R. Friedhelm Schäfer. Musikalische Beitrage mit Gesang und Gitarre steuerten bei Constanze Faulenbach und Sebastian Fath. Pfarrer Traugott Stein (Daubringen) gestaltete die Liturgie und Pfarrerin Martini predigte. Bürgermeister Peter Gefeller bedankte sich für den Gottesdienst, die gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde (die fast ohne Worte schon funktioniert), staunte über die Zahl der ehrenamtlichen Jugendlichen und lud alle herzlich ein zum großen Staufenberger Fest, dem Krämermarkt am Fronleichnamstag.

Pfarrerin Martini schloss ihre Predigt mit den Worten: „Eure Konfizeit, liebe Jugendliche, kann der Anfang sein, ganz bewusst als Selfie Gottes in der Welt zu leben. Als Christinnen und Christen zeigen wir der Welt, wie Gott ist. Das ist zugleich erfüllend und anstrengend. Darum bleibt Gott bei uns und steht uns bei, damit wir die Bilder unseres Lebens mit ein bisschen Wehmut, aber vor allem mit viel Freude ansehen können.“




Fotographische Eindrücke

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Die neuen Konfis / die Mädchen 




 

Die neuen Konfis / die Jungs 




 

Die neuen Teamerinnen und Teamer