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GEMEINDE-FIESTA
 



 

Am 18.9. feierten wir unsere Gemeinde Fiesta. Dieses Jahr stand der Tag unter iro-schottischen und keltischen Akzenten. Es begann mit Kaffe und Kuchen und einem Kinderprogramm. Neben Slacking und Kegeln konnten die Kinder ihre eigenen irischen Kreuze basteln, die sie nachher auch im Gottesdienst stolz präsentierten. Der Gottesdienst drehte sich um Iona, eine schottische Insel der inneren Hebriden, auf der eine christliche Gemeinschaft lebt und um Columban, den Missionar aus Irland. Es wirkten mit Sing A Song von der Sängervereinigung Staufenberg (Leitung: Wilhelmy), der Posaunenchor Kirchberg und Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Frauenkreises, ausserdem die Kinder mit der Gemeindepädagogin Antje Koob-Röhrsheim.

Anschließend sangen, bzw. spielten die beiden Chöre noch auf dem Vorplatz, dazu gab es hervorragende Cocktails und iro-schottisches Essen (Irish Stew, Shepard's Cake, u.a.) - selbstverständlich fehlte dennoch die gute alte Bratwurst nicht. Dann startete die Whisky-Verköstigung im GZ, und um 20 h war es soweit: Celtic Chakra begannen mit ihrem Konzert. Als wir gegen Mitternacht endeten, begann die After Show mit den Musikern im beheizten Zelt und ein paar "Absackern". Auch hier wurde fröhlich musiziert.

Resume: Sehr schön! Ein volles Gemeindezentrum, ein sehr gut besuchter Gottesdienst, Inhalte, die ankamen, erheblich mehr Besucher als bei der Premiere letztes Jahr. Das Gemeindefest war ein Erfolg und hat Spaß gemacht. Wir machen 2011 weiter!

Schauen Sie selbst:




 

Einladung zur die Fieta an den Ortseingängen 




 
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Presse



Gießener Allgemeine 20.9.2010
»Unsere christlichen Wurzeln zu spüren, tut gut«
Staufenberg (bf). Eine besondere Stimmung herrschte am Samstag unter den zahlreichen Besuchern der Gemeinde-Fiesta im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Staufenberg/Mainzlar. »Die keltisch-christliche Spiritualität ist ein Lebensstil«, betonte Pfarrerin Jutta Martini in ihrer Predigt, »wenn wir uns davon ein bisschen abgucken, befinden wir uns auf dem Weg zurück zu unseren christlichen Wurzeln. Und die zu spüren, tut gut«.


Höhepunkt der Gemeinde-Fiesta war die Band »Celtic Chakra«, die mit Fiddle, Banjo, Gitarre, Klarinette und Bodhran ihre Zuhörer in die keltische Welt der Musik entführte. (Foto: bf)
Gemeinsam mit den Mitgliedern des Kirchenvorstandes und des Frauenkreises Kirchberg versetzte sie ihre Gemeinde zurück in die Welt der Kelten.

Das Gemeindefest begann am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen. Das Basteln von Keltenkreuzen aus Holz sowie Spiel und Spaß im Freien waren die Attraktionen für Kinder und Enkel. Der anschließende Gottesdienst mit keltischen Motiven, musikalisch begleitet durch »Sing-a-Song«, dem jungen Chor der Sängervereinigung Staufenberg, sowie dem Posaunenchor, stimmte die Besucher auf einen Abend voller Höhepunkte ein. Wechsel-Lesungen, typisch für die keltische oder iroschottische Kirche, Gebete und Gottesdienstelemente aus der Iona Community - vorbereitet und vorgetragen von Mitgliedern des Kirchenvorstands und des Frauenkreises - bereicherten die festliche Messe.

Iona, eine schottische Insel, bildete über Jahrhunderte das geistliche Zentrum Schottlands und galt als »heilige Stätte« und Mittelpunkt der keltischen Kirche. Die Iona Community wurde 1938 von George MacLeod, Pfarrer der Church of Scotland, gegründet. Ihr Ziel ist es, »neue Wege zu finden, die Herzen aller zu erreichen«. Im Anschluss an den Gottesdienst unterhielt der Chor »Sing-a-Song«, unter Leitung von Hermann Wilhelmi das Publikum unter anderem mit dem Siegertitel »Praising Song« des Musica-Sacra- Wettbewerbs im Mai dieses Jahres in Bernbach. Während an den Ständen des Frauenkreises Kirchberg Irish Stew, Shepherd’s Pie, Cocktails und Ale großen Zuspruch fanden, spielte der Posaunenchor stimmungsvolle Stücke aus Irland und Schottland. Klaus Mülich, Mitglied des Posaunenchors, war sichtlich gerührt, als Hermann Wilhelmi zusammen mit allen Gästen für ihn ein »Happy Birthday« zum 66. Geburtstag anstimmte. Beim Whisky-Tasting verschafften sich besonders die männlichen Gäste einen Eindruck von der Geschmacksvielfalt der schottischen Spezialität. Musikalischer Höhepunkt mit »Authentischem Feeling« (»Auf den Shetlands wird es auch nicht viel wärmer, allerdings regnet es dort viel mehr«), so begrüßte Manfred Noll von Celtic Chakra sein Publikum gegen halb neun.

Die vier Musiker boten iroschottische Musik vom Feinsten. Instrumental- und Gesangstücke zum Träumen und Tanzen, teils melancholisch, teils heiter-fröhlich begeisterten Jung und Alt. Stücke aus Irland und Schottland, Galizien und der Bretagne sowie selbst komponierte Lieder bilden das umfangreiche Repertoire der Band. Ihre Melodien und Geschichten erzählen von Liebe und Hoffnung und Stärke, und sie zeigen humorvoll all das auf, was wir alle vom Leben lernen können. Amüsant wurde es, als Danny Kelly, Gitarrist und Sänger der Band, für das Publikum den gälischen Text eines Liebesliedes übersetzte. Bei dem Stück »Le poulet sauteur« (Das hüpfende Huhn), erfüllten die Gäste der Band dann auch gern ihren Wunsch nach der passenden Atmosphäre. Hühnergackern, Schafs- und Ziegenlaute aus dem Publikum untermalten das fröhliche Stück.

Celtic Chakra entführte die Zuhörer in ihre musikalische Welt und brachte so ein Stück keltische Lebensart nach Staufenberg - ein gelungener Abschluss dieses erlebnisreichen Tage



Gießener Anzeiger, 20.9.2010
Nicht klagen, sondern vorbildlich leben“
Staufenberger Gemeinde-Fiesta unter „iro-schottischem“ Einfluss: Einführung ins Keltische
(dge). Der Samstag präsentierte sich von seiner sonnigen Seite und so fanden viele Gäste den Weg zum evangelischen Gemeindezentrum in der Schubertstraße. Hier fand die Gemeinde-Fiesta statt, dieses Mal sozusagen unter „iro-schottischem“ Einfluss. Spezialitäten von den Inseln verlockten am Abend mit ihrem Duft, Sheperd´s Pie und Irish Stew verwöhnten den mittelhessischen Gaumen. Dunkles Ale und eine Verkostung edler Whiskys versprachen weitere Sinnesfreuden. Iro-schottisch, genauer gesagt, keltisch geprägt war auch der Gottesdienst mit Pfarrerin Jutta Martini. Vom „Neu-Heidentum“ sei, so Martini, oft die Rede, spreche man das Keltische an. Dabei sei der Begriff wissenschaftlich nicht mal genau definiert. Mit den Römern und über Handelswege sei das Christentum in den Norden gekommen, Missionare bauten die keltische Kirche auf. Die habe sich jedoch nicht so entwickelt wie vom päpstlichen Rom gedacht. Offenheit und Freigeistigkeit, eine hohe Kultur des Forschens und Glaubens spiegelten sich hier wieder. Die keltischen Einflüsse fanden Eingang in den christlichen Glauben. Die Keltenkreuze, „jene geheimnisvollen, uralten Gebilde, die uns faszinieren“, zeugten davon. Iona, eine Insel der Hebriden, wurde zur Wirkungsstätte Columbans, später als der heilige Columban bekannt. Im sechsten Jahrhundert landete Columban an der Küste Ionas und begann seine Mission. Erfolgreich gewesen sei er in der Verbreitung des christlichen Glaubens vor allem durch das Vorbild seiner eigenen Lebensweise. „Statt den Kelten und Pikten die Bibel um die Ohren zu hauen oder mit dem Schwert zu missionieren“, so Jutta Martini, habe er nach Devise gelebt, dass der Alltag Gottesdienst sei und der Gottesdienst Alltag. Die Beziehung der keltischen Einwohner Ionas zum Glauben war eher pragmatisch, man betete etwa darum, dass das Boot beim Fischfang nicht sinken möge. Die Priester hießen Druiden. In Steinkreisen, die nach dem Lauf der Sonne errichtete worden waren, fanden heilige Rituale unter offenem Himmel statt. Noch heute gibt es auf Iona eine Glaubensgemeinschaft, die 1938 von George MacLeod gegründet wurde. Sie bietet ihren Gästen Raum für Ruhe und genau wie zu Columbans Zeiten steht das Leben in der Gemeinschaft im Vordergrund. Der keltisch-christliche Glaube, so Martini weiter, sei ein ganzheitlicher Lebensstil. „Nicht der Rückzug, sondern die Gemeinschaft, nicht klagen, sondern vorbildlich leben und die Schönheit der Religion entdecken, etwas für die Seele tun und nicht allein den Verstand füttern -, wenn wir das alles sehen und spüren, führt uns das zu unseren christlichen Wurzeln. Und das tut gut“, schloss Jutta Martini. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Günna Reimer (Klavier), dem Chor „Sing a Song“ der Sängervereinigung Staufenberg und dem Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst bezauberten die Musiker von „Celtic Chakra“ mit ihren Weisen aus keltischen Regionen.